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Der KönigIm ost-fränkischen Reich gab es ebenso wie früher bei den
Karolingern kein Herrschaftsmonopol. Alle adligen
Standesgenossen des Königs waren „Herren mit eigener Macht und
eigenem Recht“, d.h. jeder Adlige herrschte willkürlich über
sein Land und die Menschen, die darauf wohnten. Dies verschaffte ihnen eine
große Unabhängigkeit vom König, die so weit ging, das sie sogar
Krieg gegen andere Adlige führen konnten (Fehde).
Zwei Problemen musste sich der König also stellen:
Die Abgrenzung erfolgte durch das Königsheil. Dies besaß nur der
König. Es entstand aus dem Sakralkönigtum (König = Vertreter der
Götter) und dem Heerkönigtum (König = Heerführer). Die
beiden Königtümer hatten ihren Ursprung in der germanischen Zeit. Die
Fähigkeiten eines Königs, den Stamm zu verteidigen und gleichzeitig
auch für friedvolle Zeiten zu sorgen verstand man als Charisma. Dieses
Charisma war nur an Mitglieder der Königsfamilie gebunden. Daraus folgte
der Rechtsbrauch, das Reich nach dem Tod eines Königs unter seinen
Söhnen aufzuteilen.
Es gab aber auch das Königsopfer: Das Verjagen eines Königs, wenn
er nicht den Anforderungen entsprach.
Die Achtung vor der Königsfamilie war aber so groß, dass Franken
noch an den Merowingerkönig glaubten, als dieses Amt schon ein Karolinger
innehatte.
Das Königtum der KarolingerUm sich gegen die Merowinger durchzusetzen,
brauchten die Karolinger eine rechtsgültige
Legitimation. Der Hausmeier Pippin wandte sich an den Papst, damit dieser das
Königsheil durch etwas christliches ersetze.
Für den Papst stand fest: Auf der einen Seite gab es die machtlosen
Merowinger, die aber immer
noch den Königstitel hatten, auf der anderen Seite waren die mächtigen
Karolinger ohne entsprechenden Titel. Aus
christlicher Sicht rechtfertigte das den Sturz der
Merowinger, da sonst die
Weltordnung gestört gewesen wäre. Also billigte der Papst die neue
Königswürde der Karolinger.
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